Bauerngärten

Scheint man auch eine ziemlich genaue Vorstellung davon zu haben, wie er auszusehen hat, so gibt es ihn eigentlich nicht: den typischen Bauerngarten. Wie alle Gartenformen war auch die Gestaltung des Bauerngartens immer Zeitströmungen, Moden, dem Geschmack und vor allem den Bedürfnissen des Gartenbesitzers unterworfen. 

Die Bauerngärten haben viele Gesichter. Ein Merkmal haben sie alle gemein: den Zaun. Ob geflochten oder geschmiedet, aus Holz oder Eisen, sollte er die Nutzpflanzen vor dem freilaufenden Vieh schützen.

Im Museum werden neun Gärten bestellt und gepflegt, stellvertretend für die Vielfältigkeit der historischen Bauerngärten.

Größe ca. 30 bis 120 qm

 

Bepflanzung und Gestaltung nach dem Zeitschnitt der zugehörigen Bauernhäuser:

z. B. Nattererhof (Nr. 20a)
Nachkriegszeit/Wirtschaftswunderjahre 
nicht mehr ausschließlich zur Eigenversorgung 
Mischung Gemüse, Kräuter, besonders Zierpflanzen

Sölde Honsolgen (Nr. 25, Foto)
historisches Beispiel um 1700/50
hauptsächlich Gemüse
Samennachzucht

Als einzigartiges Zeugnis ländlicher Gartenkultur präsentiert sich der Spaliergarten in der Baugruppe Mittelschwaben.

Um noch mehr über die Gärten des Museums zu erfahren, empfehlen wir Ihnen unsere Themenführung zu Heilpflanzen und Garten.

Was passiert mit dem geernteten Gemüse?
Gegen eine kleine Spende können Sie dieses an der Museumskasse mitnehmen. Auch in der Museumspädagogik wird die Ernte z. B. in der Kräuterküche verwertet.