Technik
auf dem Land

Wasserpumphaus und Windrad aus nordwestlicher Richtung

Mit der Kraft von Wind und Wasser

Die Baugruppe „Technik auf dem Land“ entstand als Sammlung von Gebäuden, die entweder technische Vorgänge beinhalten oder im weiteren Sinne mit Maschinen, Geräten und deren Fertigung zu tun haben.

Seit dem Mittelalter wurden Wind- und Wasserkraft genutzt, um Mühlen oder später erste Maschinen anzutreiben. Auch nach der Erfindung der Dampfmaschine wurden diese Antriebsmöglichkeiten weiterhin genutzt. Hierfür sind das Windrad aus Kraiberg oder die Maschinenwerkstatt aus Aichstetten beredte Beispiele. So wurden die Maschinen in der Werkstatt noch bis in die 1940er Jahre mit dem großen Mühlenrad betrieben.

Die Pumpe des 1904 erbauten Wasserpumphauses aus Reichholzried wurde hingegen schon mit einem Benzinmotor angetrieben. Als im Ersten Weltkrieg das Benzin knapp wurde, musste stattdessen ein Windrad den Antrieb übernehmen, und in den 1920er Jahren kam ein Elektromotor zum Einsatz. Im Museum zeigt das Gebäude jedoch den Zustand von 1904 - mitsamt Benzinmotor.

Ebenso wie bei der Werkstatt werden die Maschinen einmal im Monat, an jedem zweiten Sonntag, zu Schauzwecken in Gang gesetzt.

Die Maschinenwerkstatt aus Aichstetten
Die Landmaschinengroßhandlung aus Buchloe

Von einer gänzlich anderen technischen Entwicklung auf dem Land erzählt die Landmaschinengroßhandlung aus Buchloe. Hier wurden ab den 1930er Jahren landwirtschaftliche Maschinen und Geräte ausgestellt. Das Gebäude wird seit 2000 museal genutzt und beherbergt eine ausführliche Dauerausstellung, die die technischen Fortschritte in der Landwirtschaft seit dem Ende des 19. Jahrhunderts abbildet.