Très chic
im Schnee
Winter.Sport.Mode

aus Privatbesitz

Winterfreuden

Der Winter ist die unwirtlichste aller Jahreszeiten. Der Kampf gegen Schnee, Eis und Kälte ist eine Herausforderung für die Menschen. Wenn die Feldarbeit ruhen musste, ging man zum Holzschlagen in den Wald oder führte Reparaturen an Haus und Gerätschaften durch. Und viele mussten sich im Winter ein Zubrot verdienen. Schnee und Eis boten aber auch vergnügliche Seiten. Schneeballschlachten, Rodeln oder die Ausfahrt mit dem Pferdeschlitten waren beliebter Zeitvertreib.

Im 19. Jahrhundert entdeckten die Europäer den Sport für sich – als Freizeitvergnügen und als professionellen Wettkampf. Erst spät wurde auch das „Schneeschuhlaufen“ – wie man das Skifahren nannte – populär. Nach 1890 wurden erste Schneeschuhvereine und 1905 der Deutsche Skiverband gegründet, nordische und alpine Wettkämpfe wurden ausgetragen und Sonderzüge brachten Scharen von skibegeisterten Städtern in die Alpen und Mittelgebirge. Spätestens mit den Wirtschaftswunderjahren ab 1948 wurde das Skilaufen endgültig zum Breitensport.

Mit dem Wirtschaftswunder erlebte auch die Sport- und Bekleidungsindustrie einen raschen Aufschwung und Skibekleidung wurde zum begehrten Modeartikel. Keilhose und Anorak prägten das Bild der Skihänge in den 1950er und 60er Jahren. Danach kamen chice Jethosen und bunte Overalls in Mode. Skilaufen ist so auch zum Mode-Schaulaufen geworden. Und was auf den Pisten chic war, fand Aufnahme in die Alltagskleidung - bis heute.

Laufzeit: 14. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013

Sammlung SBI