Mensch und Moor.
Zur Geschichte der Moornutzung

Bild: Naturschutzzentrum Bad Wurzach

Von Moorbädern und Torfstechern

Moorlandschaften üben seit Jahrhunderten eine Faszination auf den Menschen aus: Sie sind unheimlich und anziehend zugleich. Viele Jahre gefährlich, heute von Interesse und Neugierde geprägt.

Als öde, zu nichts zu gebrauchende Landschaften wurden die Moore lange Zeit bezeichnet. Die Angst, sich darin zu verirren oder gar zu versinken war groß. Im 18. Jahrhundert wuchs der Bedarf an landwirtschaftlicher Produktionsfläche. In Folge dieser Entwicklung wurden die meisten Moorgebiete in Bayern trockengelegt.

Aus Mangel an Heizmaterial wurde im 19. Jahrhundert vermehrt Torf abgebaut. Die benötigten Mengen für private Haushalte, Industrie und Eisenbahn stiegen stetig. Lange Zeit stach man den Torf von Hand, erst im 20. Jahrhundert brachte der technische Fortschritt Maschinen, die den Umsatz steigerten. Zum Ende der industriellen Torfgewinnung in den 1980er Jahren waren weite Teile der Moorflächen bereits abgebaut.

Heutzutage steht der Moorschutz im Vordergrund. In aufwändigen Projekten soll der Lebensraum Moor renaturiert werden.

Die Sonderausstellung entstand als Gemeinschaftsarbeit mit der Bezirksheimatpflege des Bezirks Schwaben. Ergänzt wird sie durch einen umfangreichen Begleitband.

Laufzeit: 13. April - 19. Oktober 2014

Bild: Kultur- und Heimatpflege Landratsamt Augsburg