Gutes
Wetter,
schlechtes
Wetter

Übers Wetter wird viel geredet: Es ist so brisant, dass heute keine Nachrichten ohne Wetter-Block auskommen. Im Extremfall berichtet man sogar in Sondersendungen darüber.

Aber woher kommt die Bedeutung des Wetters? Die Ausstellung geht der spannungsreichen Wechselbeziehung zwischen Natur und Mensch nach. Dabei werden die Wetterphänomene wie Sturm, Hagel, Hochwasser, Eisgang oder Hitze und Dürre genauso betrachtet, wie die Meteorologie, die mit Wetteraufzeichnungen und Wettervorhersagen das Wetter begreifbar macht. Vor dem Wetter schützt man sich selbst, Haus und Hof; schafft aber zugleich durch das Heizen und Belüften ein eigenes Klima im Gebäude. Erntesegen und Ernteausfälle sind immer Spiegel des vorangegangenen Wetters. Es beeinflusst maßgeblich Wirtschaft und Infrastruktur. Beispiel dafür ist die Hagelversicherung, die um 1890 die bayerische Brandversicherung erweiterte. Wetterextreme hinterlassen radikale Brüche in Natur, Landwirtschaft und Kultur. Volksglaube und die Wetterfühligkeit zeugen davon. Wettersegen, Wetterkerzen auch Heilpflanzen helfen zu deuten, zu schützen oder zu heilen.

Die Ausstellung entstand als Gemeinschaftsprojekt der bayerischen Freilichtmuseen.

Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen.

Laufzeit: 26. Mai bis 15. September 2013