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PRESSE

Fr. 07.08.15

Kräuterweihe, Sommerkino unter freiem Himmel und Ferienprogramm

Kronburg-Illerbeuren. Im August warten zahlreiche Angebote auf die Besucher des Schwäbischen Bauernhofmuseums Illerbeuren: Kräuterweihe, Sommerkino, Führungen und spannende Ferienprogramme.

Offen Führung durch die Gärten des Museums

Am Freitag, den 14. August, können Besucher um 14 Uhr an einer Führung durch die Gärten des Bauernhofmuseums teilnehmen. Hier erfahren die Besucher Wissenswertes zu den Gärten des Museums, zum Anbau und zur Verwertung alter Obst- und Gemüsesorten sowie zur Gartenkultur im Allgemeinen. 

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Treffpunkt ist an der Museumskasse. Die Führung ist kostenfrei, nur der Eintrittspreis für das Museum ist zu zahlen.

Kräuterweihe

Am Samstag, den 15. August, findet um 9.00 Uhr zum Hochfest Mariä Himmelfahrt eine Kräuterweihe vor der St.-Leonhard-Kapelle im Schwäbischen Bauernhofmuseum statt.

Seit der Mitte des 7. Jahrhunderts wird am 15. August der Heimgang der Gottesmutter gefeiert. Die Kräutersegnung, die an diesem Tag vielerorts vorgenommen wird, hat eine jahrhundertealte Tradition. Im Herrgottswinkel, auf dem Dachboden oder im Stall angebracht, sollen die gebundenen und geweihten Kräuter die Hausbewohner und das Vieh im Alltag vor vielerlei Gefahren schützen.

Boschenbinden

Am Tag zuvor, Freitag, den 14. August, können Besucher ab 15.00 Uhr selbst Kräuterboschen binden. Franziska Wacker vom Heimatdienst Illertal e.V. zeigt, welche Pflanzen in einen solchen Boschen gehören und erklärt das Zusammenstellen von Grün, Blüten, Kräutern und Erdfrüchten.

Besucher sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Bringen Sie hierfür bitte Kräuter, Blüten und Grün aus dem eigenen Garten sowie eine Gartenschere, Draht oder Band mit.

Sommerkino

Dorfidylle und Landromantik sucht man in der Filmauswahl des diesjährigen Sommerkinos im Schwäbischen Bauernhofmuseum in Illerbeuren vergeblich. Im Gegenteil, die kleine Filmreihe zeigt unter dem Titel „Landleben jenseits aller Romantik“ die Abgründe der dörflichen Gemeinschaft auf. Außenseiter und Andersartige stehen im Mittelpunkt, Menschen mit Behinderung, Gewalt gegenüber Frauen, Homosexualität und Alkoholabhängigkeit werden thematisiert. Die scheinbare Ordnung im Zusammenleben der Dörfler wird infrage gestellt und behutsam-melancholisch, zuweilen auch zynisch-brutal aufgeschlüsselt. Die Filme entstanden alle in den 1960er bzw. 1970er Jahren und wurden zahlreich ausgezeichnet.

Die Filmabende finden jeweils am Samstag, den 15. und 22. August und am Mittwoch, dem 19. August statt. Sie beginnen um 20.30 Uhr. Es gilt der reguläre Museumseintritt, Jahreskarten sind gültig. Bei Regen finden die Veranstaltungen in einer Tenne statt. Sitzgelegenheiten sind vorhanden, Campingstühle u.ä. können jedoch gerne mitgebracht werden.

Samstag, 15. August: Jagdszenen aus Niederbayern

Der 1969 unter der Regie von Peter Fleischmann entstandene Film versteht es noch immer, die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.

Im Dorf Reinöd in Niederbayern herrscht nach außen hin „heile Welt“. Doch im Dorf tobt ein erbitterter Kleinkrieg gegen alle, die sich nicht an die strengen moralischen Regeln halten. Die als Dorfhure verschriene Dienstmagd Hannelore und der Mechaniker Abram sind nicht nur Opfer von Hohn und Spott, bald müssen sie um ihr Leben fürchten …

Mittwoch, 19. August: Albert – Warum?

Josef Rödls Abschlussarbeit an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film wurde mit Laiendarstellern gedreht und ist eine realistische Milieuzeichnung: Erzählt wird die Geschichte des Außenseiters Albert, der zwar körperlich hünenhaft, doch geistig zurückgeblieben ist. Nach seiner Rückkehr aus der Psychiatrie fühlt er sich unnütz, da sein Vater den Hof einem Neffen übergeben hat. Von seinen Mitmenschen gepeinigt und als „Dorfdepp“ verschrien, sucht er Trost bei Tieren und im Alkohol – das setzt eine fatale Spirale in Gang. Regisseur Rödl erhielt für die formale Poesie seines Films 1979 den Bundesfilmpreis für Regie.

Samstag, 22. August: Der Wittiber

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ludwig Thoma. „Der Wittiber” gehört zu seinen größten und reifsten Arbeiten mit eindringlich und kräftig gezeichneten Figuren.

Der überraschende Tod seiner Frau hat Bauer Schormayer aus dem Gleichgewicht gebracht. Trostsuchend kriecht er unter die Decke der Magd Zenzi, die prompt schwanger wird. Die Sache ist nicht mehr zu vertuschen. Bald fürchten Schormayers Kinder um das Ansehen der Mutter und ums Erbe…

Sommerferienprogramm

Noch bis zum Ende der Sommerferien können kleine Museumsbesucher am Ferienprogramm teilnehmen. Jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Freitag finden von 12 bis 16 Uhr Aktionen statt. Eine Teilnahme jederzeit möglich, zusätzlich zum Museumseintritt fällt ein kleiner Unkostenbeitrag zwischen 3 und 6 Euro an.


Honorarfreies Bildmaterial kann erfragt werden.

Kontakt Museum
Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren
Museumstraße 8 | 87758 Kronburg-Illerbeuren
Telefon: (0 83 94) 14 55 | Fax: (0 83 94) 14 54
info@bauernhofmuseum.de || www.bauernhofmuseum.de

Öffnungszeiten:

1. März bis 31. März 10–16 Uhr

1. April bis 15. Oktober 9–18 Uhr

16. Oktober bis 30. November 10–16 Uhr

Montags (außer an Feiertagen) und am Karfreitag geschlossen.

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