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DIE ZWÖLF BAUERNARTIKEL

Die zwölf Bauernartikel - eine Episode aus dem Bauernkrieg

Arm geboren, rechtlos und erbärmlich gelebt und im Elend gestorben! So lebten Bauern im Allgäu um 1500.
Sie waren Leibeigene, konnten jederzeit von Haus und Hof vertrieben werden, mussten einen Zehnten Pacht zahlen und Frondienste leisten.
Die weltlichen und geistlichen Herren aber lebten in Wohlstand. Die Gerichte halfen den Bauern nicht weiter.
Auch die Kirche bot nur wenig Trost. Die Bauern konnten nicht mitbestimmen, wer ihr Pfarrer sein sollte. Die Messen waren in lateinischer Sprache, die kein Dorfbewohner verstand. Mit der Reformation gab es erstmals die Bibel in deutscher Übersetzung. So fanden die Bauern darin Textstellen, die ihr Begehren nach mehr Freiheiten und Gerechtigkeit unterstützten.
Mutig formulierten sie 1525 in Memmingen ihre Forderungen in zwölf Artikeln.
Vor dem Hintergrund dieser historischen Begebenheit reflektiert unser Museumstag die rechtlichen und sozialen Verhältnisse des Bauernstandes in früheren Zeiten und ermöglicht so eine genauere Einschätzung unserer eigenen Lebenssituation in heutiger Zeit.

Von 9 bis 12 Jahren
Dauer: 4 bis 4½ Stunden

Programminhalte

  • Kennenlernen des Bauernlebens vor 500 Jahren
  • Reflektieren, welche Gesetze für die Bauern nötig waren
  • Konkretisieren durch Erstellen eigener Bauernartikel
  • Vergleich mit den ursprünglichen Artikeln und dem Grundgesetz heute
  • Rundgang im Museum zur Ergebnissicherung

Programmablauf

  • Begrüßung und allgemeine Information zum Museum
  • Einführung in das Bauernleben vor 500 Jahren
  • In Verkleidung spielen wir Szenen von früher
  • Pause
  • Gemeinsame Reflexion über das Erlebte
  • In Gruppen versuchen wir Verbesserungen für die Rechte von Bauern zu finden

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