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"TRÈS CHIC IM SCHNEE"

"Très chic im Schnee" Winter.Sport.Mode früher und heute

14. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013

Mode und Winter gehören spätestens seit dem alpinen Sport- und Freizeittourismus der Wirtschaftswunderjahre zusammen. In den 50er Jahren wurde der Erholungsurlaub (von der Arbeit) zur sozialen Norm, 1963 wurde er zum Gesetz. Die zunehmende Motorisierung und die daraus resultierende größere Mobilität brachten die Ausflügler in entfernte Bergregionen. Diese wurden den touristischen Ansprüchen mit Liftanlagen, Gastronomie und Unterkünften angepasst. Dabei war der Massentourismus im Winter zumeist Wintersport. Die Ortschaften wandelten sich zu Laufstegen, die neuste modische Kreationen präsentierten. Keilhose und Wollkleid erzählen von den modischen Anfängen am Steilhang. Und als die Windjacke vom schicken farbigen Anorak abgelöst wurde, waren längst ein eigener Modezweig und eine eigene Modeindustrie geboren. Moonboots, Overalls und Gletscherbrillen standen für Moderne und Fortschritt. Sportikonen der Zeit waren Vorbilder für Technik – was Geräte oder Fahrtechniken anging – und Mode – was Materialien und Schnitte betraf. Die Sonderausstellung zeigt die facettenreiche Liaison von Mode und Winterfreizeit in den letzten 100 Jahren.

+++ Ausstellungsstücke gesucht +++

Das Schwäbische Bauernhofmuseum geht der rasanten Geschichte der Wintersportbekleidung und -freizeitmode nach. Steghosen, Moonboots oder auch Funktionskleidung der jüngeren Zeit sollen in einer großen Winterausstellung ab Oktober 2012 präsentiert werden. Nicht nur Leihgaben anderer Museen, auch Kleidungsstücke, Accessoires und Fotografien aus privaten Haushalten oder aus Vereinen werden für die Ausstellung zusammengetragen. Das Bauernhofmuseum bittet jeden, der etwas zur Ausstellung beisteuern kann, um Unterstützung.

Mode für Sport und Après-Ski

Nicht nur Skibekleidung ist gefragt. Die Ausstellung schließt alle Wintersportarten ein: Skilaufen, Langlauf und Skispringen, Eislauf und Eiskunstlauf, Rodeln und Bobfahren, Biathlon, Snowboarden, Schneeschuhlaufen, Eisstockschießen, Eishockey oder Eisklettern. Auch für Après-Ski, den Winterspaziergang oder eine winterliche Kutschfahrt braucht man warme Kleidung. So sind die selbstgestrickten Fäustlinge ebenso interessant wie der Skioverall, lange Unterhosen, besondere Schuhe oder eine professionelle Wettkampfausrüstung. Ebenso können Fotografien und Filmaufnahmen von der privaten Winterfreizeit oder von Sportveranstaltungen wichtige Zeugnisse für die Geschichte der Wintermode sein. Entsprechende Bilder liefern auch Werbeprospekte, Warenkataloge oder Illustrierte.

Kontakt: wintersportmode@bauernhofmuseum.de oder Telefon (0 83 94 / 14 55)