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KRÄUTERWEIHE
Übrigens:

Seit der Mitte des 7. Jahrhunderts wird am 15. August Natale Sanctae Mariae, der Heimgang der Gottesmutter, zugleich als ihr Wiegenfest zum ewigen Leben gefeiert. Papst Sergius I. (687-701) feierte es mit einer Prozession von der Hadriankirche zur Kirche Santa Maria Maggiore in Rom. Nach der Verkündigung von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel gewann das Fest weiter an Bedeutung. Die Bezeichnung Hochfest in den Messbüchern bringt dies zum Ausdruck. Der Brauch einer Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt dürfte im 10. Jahrhundert entstanden sein, um heidnische Bräuche abzuwehren bzw. zu verchristlichen.

 

 

 

 

Mariä Aufnahme in den Himmel

Am Sonntag, 15. August 2010, um 9.00 Uhr, beginnen Gottesdienst und Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt vor der St.-Leonhard Kapelle im Schwäbischen Bauernhofmuseum.

Die geweihten Kräuter (oft in Form von Sträußen) werden im Haus und Stall aufbewahrt und sollen bei allerhand Gefahren (Feuer, Gewitter, Krankheiten usw.) Schutz gewähren. Mancherorts wurden die Kräuter dem Vieh unter das Futter gemischt. Die Zusammensetzung der „Boschen“ konnte dabei variieren. Meist um die Königskerze herum, auch unter Wollkraut oder wilder Tabak bekannt, wurden Kräuter wie Arnika, Bohnenkraut, Dill, Pfefferminze, Majoran oder Kamille, aber auch Astern, Jakobskraut, Dahlien sowie Acker- und Gartenfrüchte angeordnet.

Pflanzenführung um 14 Uhr mit Michaela Ritter. Treffpunkt an der Museumskasse.

 


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